Essays on leadership : Incentives, legitimacy, and Goal Setting

  • Aufsätze über Führung: Anreize, Legitimität und Zielsetzung

Scheuermann, Martin; Harbring, Christine (Thesis advisor); Grund, Christian (Thesis advisor)

Aachen (2020)
Doktorarbeit

Dissertation, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, 2020

Kurzfassung

In dieser Dissertation untersuche ich Führung im Kontext eines sozialen Dilemmas unter Verwendung ökonomischer Experimente. In Teil I wird untersucht, ob eine Führungsperson die Kooperation in einem sozialen Dilemma verbessern kann, indem sie entweder nur mit gutem Beispiel vorangeht, oder zusätzlich Belohnungen oder Strafen einsetzen kann. In Teil II wird untersucht, wie Gruppen kooperieren, wenn deren Führungspersonen mit unterschiedlichem Legitimitätsgrad ernannt werden. In Teil III schließlich wird untersucht, ob sich die Kooperation von Gruppen mit einem selbstgewählten Ziel von der Kooperation von Gruppen unterscheidet, bei denen das Ziel von ihrem Prinzipal gewählt wird und ob ein solcher Unterschied mit der Höhe des Ziels variiert. Die Ergebnisse von Teil I bestätigen die positive Wirkung von Belohnungen oder Strafen auf die Kooperation. Hinsichtlich der Anwesenheit einer Führungsperson konnte jedoch kein solcher Effekt festgestellt werden. In Teil II wird festgestellt, dass Gruppen ihre Beiträge stärker erhöhen, wenn deren Führungsperson ihre Legitimität aus beiden Kriterien (endogene Wahl und Informationen über vergangenes Verhalten) ableitet, als mit einer Führungsperson, die nur durch einen einzelnen Faktor legitimiert ist. In Teil III tragen Agenten wesentlich mehr bei, wenn sie ein hohes Ziel haben, im Vergleich zu einer zielfreien Situation. Dies gilt jedoch nur, wenn die Agenten das Ziel selbst wählen. Obwohl die Agenten am meisten beitragen, wenn sie sich ein hohes Ziel setzen, ziehen sie es stark vor, kein Ziel zu haben. Die Prinzipale hingegen zeigen keine Präferenz für eine der beiden Möglichkeiten.

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