Essays on framing effects in experimental economics

Wilhelm, Jan; Harbring, Christine (Thesis advisor); Gürerk, Özgür (Thesis advisor)

Aachen (2017)
Doktorarbeit

Dissertation, RWTH Aachen University, 2017

Kurzfassung

Dieses Dissertationsprojekt besteht aus drei Papern aus dem Bereich der experimentellen Wirtschaftsforschung. Zu Beginn stellt der Autor psychologische und ökonomische Literatur zu Framingeffekten dar. Die Kernergebnisse der Paper, die den Hauptteil der Dissertation ausmachen, werden in die bestehende Literatur eingeordnet.Basierend auf der aus der psychologischen Literatur entliehenen Unterscheidung zwischen aktiver Sabotage, Commission genannt und passiver Sabotage, genannt Omission werden zwei ökonomische Experimente vorgestellt. Da beide Arten von Sabotage strategisch identisch modelliert sind, kann man von einem Framing-Ansatz sprechen, denn in beiden Fällen verbessert man die eigene Situation auf Kosten eines Anderen. Im ersten Papier wird ein Vergleich der beiden Sabotageaktivitäten vorgenommen, indem ein Real Effort Experiment mit durchgeführt wird, in dem jeweils zwei Spieler miteinander Konkurrieren. Mit einer exogen gegebenen Wahrscheinlichkeit kann eventuell genutzte Sabotage aufgedeckt werden, was zu einem signifikant verringerten Sabotageaufkommen führt, wobei passive Sabotage signifikant mehr genutzt wird als aktive Sabotage. Die moralische Bewertung von aktiver und passiver Sabotage unterscheidet sich voneineinander.Im zweiten Paper wird untersucht, wie sich die beiden Sabotagearten reduzieren lassen. Hierzu wird allen vier Treatments des ersten Papers eine Teambonuskomponente hinzugefügt, darüber hinaus wird die Wirkung eines Code of Conduct auf aktive und passive Sabotage untersucht. Beide Interventionen verringern passive Sabotage, verfehlen jedoch Ihre Wirkung auf aktive Sabotage.Der zweite Teil der Dissertation behandelt die Verdrängung von Motivation durch Kontrolle, wobei Kontrolle modelliert wird durch die mögliche Beschränkung des Handlungsraumes in einem modifizierten Diktatorspiel. Mithilfe der Strategiemethode werden Transferentscheidungen für den Fall, dass die Agenten kontrolliert werden sowie für den Fall ohne Kontrolle abgefragt. Unser Design stützt sich auf vorherige empirische Ergebnisse, nach denen versteckte Kontrollkosten (hidden costs of control) nur auftreten, wenn die Teilnehmer es nicht erwarten, kontrolliert zu werden. Wir versuchen, die Erwartung gezielt durch positives und negatives Attribute Framing zu beeinflussen. Während ein positives Framing die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Teilnehmer erwartet nicht kontrolliert zu werden, beeinflusst, können wir keinen derartigen Effekt bei dem negativen Framing feststellen.

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